Professionell und undogmatisch: Das Europäische Übersetzer-Kollegium

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Claus Sprick, Präsident des Europäischen Übersetzer-Kollegiums in Straelen, war 15 Jahre lang tagsüber Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe und, laut eigener Aussage, bei Vollmond zugleich Übersetzer aus dem Englischen und Französischen. Heute, nach seiner Pensionierung, kann er sich voll auf seine zwei großen Leidenschaften konzentrieren: die literarische Übersetzung und das EÜK, wie sich das Kollegium kurz nennt. Seit 2001 verleiht das EÜK, neben seinen Aufenthaltsstipendien, in Zusammenarbeit mit der Kunststiftung NRW den am besten dotierten Übersetzerpreis in Deutschland. Am 13. Oktober 2013 erhielt das EÜK selbst einen Preis: den Kulturpreis Deutsche Sprache.  Regina Wyrwoll hat Claus Sprick in Straelen besucht.

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"Ja zur Literaturförderung!"

Interview mit Christiane Kussin

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In einem Gespräch, das Michael Dahnke kürzlich mit ihr für kulturpreise.de geführt hat, äußert sich Christiane Kussin, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten, zu verschiedenen Aspekten der Literaturförderung in Deutschland und Europa.

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Ein Verlagspreis wäre gut!

Der Verleger von Kiepenheuer & Witsch im Gespräch

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Helge Malchow leitet einen der großen deutschen Publikumsverlage, Kiepenheuer & Witsch in Köln. Er ist erst der dritte Verleger in der Geschichte dieses Hauses, das 1947 gegründet wurde. 1951 erschien das erste Buch, inzwischen verzeichnet die Verlagshomepage 546 Autoren/innen. Verlagsgründer war der Bibliothekar Joseph C. Witsch (der schon 1967 starb). 1969 folgte Reinhold Neven DuMont, der den Verlag erwarb und 33 Jahre lang überaus erfolgreich leitete. 2002 folgte Helge Malchow auf dem Chefsessel. Im gleichen Jahr übernahm die Holtzbrinck-Gruppe die Mehrheit am Verlag.

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Theaterpreis DER FAUST

Gespräch mit Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder

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Die Verleihung des deutschen Theaterpreises DER FAUST am 10. November 2012 in Erfurt stellt nicht nur die Preisträger/innen ins Rampenlicht, sondern ebenso die Veranstalter, darunter auch die Kulturstiftung der Länder (KSL). Mit der Generalsekretärin der KSL, Isabel Pfeiffer-Poensgen, sprach Regina Wyrwoll.

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Kulturnomaden: Reisen von Insel zu Insel

Gespräch mit dem Dichter Achim Wagner über Reise- und Aufenthaltsstipendien

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Stipendien, insbesondere Reisestipendien und sog. "Residencies", sind sehr beliebt. Zudem sind sie ein häufiges und kulturpolitisch wichtiges Kulturförderinstrument für Künstler aller Sparten. Auch Schriftsteller profitieren von dieser Art der Förderung auf vielfältige Weise: sie leben eine begrenzte Zeit ohne grosse finanzielle Sorgen und sie empfangen – je nachdem, wo sich der Stipendienort befindet – oft wichtige Impulse für ihre künstlerische Arbeit. Der Dichter Achim Wagner hatte sich 2009 um ein Stipendium der Kunststiftung NRW im Atelier Galata in Istanbul beworben. Er  fährt auch heute noch öfter in die Türkei, um neue Landschaften und Orte zu entdecken. kulturpreise.de wollte wissen, wie seine geförderten Aufenthalte in Deutschland und in der Türkei genutzt wurden, welchen Effekt sie auf die künstlerische Produktion hatten und haben – kurz: ob die von den Stipendiengebern angestrebten Effekte auch wirklich eingetreten sind.

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Ehre und Geschäft

Daniel Hug, Direktor der ART COLOGNE im Gespräch mit Regina Wyrwoll

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Die ART COLOGNE ist die älteste Kunstmesse der Welt. Sie wurde 1967 als „Kunstmarkt Köln“ von den Galeristen Rudolf Zwirner und Hein Stünke gegründet und seit 1975 vom damals neu gegründeten Bundesverband Deutscher Galerien veranstaltet; seit 1997 wird sie von der KölnMesse GmbH getragen. Als Publikumsmesse immer erfolgreich, war sie zeitweise in der Fachwelt umstritten und geschäftlich weniger erfolgreich. Seitdem der Deutsch-Amerikaner Daniel Hug die Leitung übernommen hat, hat sie jedoch deutlich an Profil und Umsatz gewonnen und ist wieder zur wichtigsten deutschen Kunstmesse aufgestiegen.

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Fräulein Hallo und der Bauernkaiser

Friedenpreis des Deutschen Buchhandels 2012

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Der Friedenpreis des Deutschen Buchhandels wurde am 14. Oktober 2012 an den chinesischen Schriftsteller und Dissidenten Liao Yiwu verliehen. Ihm gelang auf dramatische Weise vor einem Jahr die Flucht aus China nach Vietnam. Heute lebt er als Stipendiat des DAAD in Berlin.

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KunstSalon e.V. in Köln: Kunstnähe, Kunstgenuss, Kunstförderung

Regina Wyrwoll spricht mit Peter Bach, KunstSalon e.V. Köln

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Der KunstSalon e.V. in Köln ist eine private Initiative, deren Grundsatz sich in drei Worte fassen lässt: Kunstnähe, Kunstgenuss, Kunstförderung. Inzwischen hat der Verein über 1.000 Mitglieder und zahlreiche Kooperationspartner. Er veranstaltet – übrigens inzwischen auch in Hamburg, Wiesbaden und Frankfurt - Festivals wie „Literatur in den Häusern der Stadt“ und „Musik in den Häusern der Stadt“, hat eine Tanzsociety und eine Filmsociety gegründet und vergibt zwei Kulturpreise. Das besondere daran: die Preisgelder sind, ebenso wie der gesamte Verein mit all seinen Aktivitäten, vollständig privat finanziert. Regina Wyrwoll fragte bei Peter Bach nach, dem Gründer und Vorstand des KunstSalon e.V. und Sprecher des Kölner Kulturrates.

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Ein Netz von über 1.000 Stipendiaten weltweit

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Akademie Schloss Solitude: Regina Wyrwoll im Gespräch mit Jean-Baptiste Joly

Seit über 20 Jahren ist die Akademie Schloss Solitude, gelegen in arkadischer Landschaft hoch über Stuttgart, ein Anziehungspunkt für junge Künstler aus aller Welt, neuerdings auch für Stipendiaten anderer Disziplinen. Mit dem – seit der Gründung amtierenden – Direktor der Akademie, Jean-Baptiste Joly, führte Regina Wyrwoll im Februar 2012 für www.kulturpreise.de das folgende Interview:

 

Kulturpreise: Herr Joly, der Eintrag für die Akademie Solitude auf unserem Portal war in den letzten Monaten die von den Nutzern am häufigsten aufgerufene Auszeichnung. Können Sie uns dieses Phänomens erklären?

Jean-Baptiste Joly: Das wusste ich gar nicht und es freut mich natürlich ungemein. Als erstes würde ich sagen, dass der Ruf der Akademie Schloss Solitude sehr viel mit dem zusammenhängt, was ehemalige Stipendiaten über uns sagen. Die Botschaft der Ehemaligen ist in den meisten Fällen positiv bis überschwänglich und vor allem glaubwürdig, weil sie nicht von uns selbst kommt, sondern von Künstlerinnen und Künstlern, die es an ihre Kollegen weitergeben. Es gibt auch einen zweiten Grund: Von den renommierten Künstlerprogrammen in Deutschland sind wir das einzige, das allen die Möglichkeit gibt, sich frei zu bewerben. Das macht uns natürlich auch sehr attraktiv, denn bei anderen Programmen muss man oft über ein Komitee vorgeschlagen werden. Außerhalb Deutschlands sind wir in den jeweiligen Kunstszenen auch wohl bekannt. Bei der letzten Bewerbungsrunde haben sich 4.000 Menschen aus 135 Ländern für das Solitude-Stipendium interessiert. Schließlich haben sich 1.800 beworben. Daraus wurden die 65 Stipendiaten der Jahre 2011 bis 2013 ausgesucht.

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"KULTURINFARKT": Von allem zu viel und überall das Gleiche?

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Gespräch mit Dieter Haselbach, einem der Autoren der aktuell umstrittenen Polemik gegen den etablierten (öffentlich geförderten) Kulturbetrieb: Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel, Stephan Opitz: "Der Kulturinfarkt" (Knaus 2012, 288 S., 19,99 €) Viel Lärm um Wenig? Oder doch ein ernsthafter Anstoß zu einer überfälligen Debatte? Andreas Johannes Wiesand, bis 2008 selbst Direktor des nun unerwartet ebenfalls in die Schusslinie geratenen Zentrums für Kulturforschung, versucht eine Klärung. Dabei geht es auch um Kulturpreise, die den Autoren "als gutes Beispiel für die Verabsolutierung der Angebotspolitik" des subventionierten Kulturbetriebs dienen sollen.

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Christiane Kussin, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten, im Gespräch mit Michael Dahnke  mehr


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Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, im Gespräch mit Regina Wyrwoll mehr


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Zum Plan einer europäischen Datenbank für trans-nationale Auszeichnungen / The plan of a European Database for trans-national awards, bursaries, competitions mehr


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1852 wurde in Berlin der Schinkel-Wettbewerb ins Leben gerufen mehr


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Wie kommt man ins Handbuch der Kulturpreise? mehr