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Theodor Heuss Preis und Theodor Heuss Medaillen

Gründungsjahr: 1964, Ort der Verleihung: Stuttgart

Theodor Heuss Preis
Fördermaßnahme: undotierte Ehrung
Zielgruppe: keine Angabe
Altersbeschränkung:  keine
Vergabe: jährlich
Reichweite: National
Datenbank-ID: 1613 / 2872
   
Verleihung: Termin: noch nicht bekannt.
Weitere Aufwendungen: Urkunde/Emblem, Öffentl. Veranstaltung

Theodor Heuss Stiftung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur in Europa
Im Himmelsberg 16
70192 Stuttgart
TEL.: (0711) 55 91 98
FAX: (0711) 55 92 07
info [ät] theodor-heuss-stiftung.de
www.theodor-heuss-stiftung.de PREIS-WEBSEITE: www.theodor-heuss-stiftung.de ...
Beschreibung
Die überparteiliche Theodor Heuss Stiftung wurde 1964 nach dem Tode des ersten Bundespräsidenten von Hildegard Hamm-Brücher, seinem Sohn, Ernst Ludwig Heuss, und einem Kreis von Freunden von Theodor Heuss gegründet, um in Erinnerung an seine Persönlichkeit und sein politisches Lebenswerk Beispiele für demokratisches Engagement, Zivilcourage und Einsatz für die Stärkung und Weiterentwicklung der Demokratie auszuzeichnen und damit „auf etwas hinzuweisen, was in unserer Demokratie getan und gestaltet werden muss, ohne dass es bereits vollendet ist“ (Carl Friedrich v. Weizsäcker, 1965). Theodor Heuss hat nicht nur das Grundgesetz der Bundesrepublik maßgeblich geprägt und durch seine Amtsführung die Anfänge unserer demokratischen Kultur gestaltet, er hat durch sein ganzes Leben und Werk ein Beispiel demokratisch-liberaler Gesinnung und bürgerschaftlicher Verantwortung gegeben. »Demokratie und Freiheit sind nicht nur Worte, sondern lebensgestaltende Werte«. Die Theodor Heuss Stiftung will die Erinnerung an die Persönlichkeit und das Lebenswerk von Theodor Heuss lebendig halten und dazu beitragen, dass in Deutschland und Europa demokratische Traditionen und Werte entstehen und sich entwickeln können. Sie will immer wieder von neuem die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen, von unserer Freiheit den rechten Gebrauch zu machen, und die Verantwortung dafür bei allen stärken. Sie fördert vorbildliches demokratisches Verhalten, ungewöhnliche Zivilcourage und beispielhaften Einsatz für das Gemeinwohl. Um den Zweck des bisherigen Vereins langfristig und generationenübergreifend zu sichern, wurde er im Jahr 2009 in die am 8.12.2008 gegründete Stiftung bürgerlichen Rechts, die Theodor Heuss Stiftung, überführt. Mit der alljährlichen Verleihung des Theodor Heuss Preises hat die Stiftung von Anfang an versucht, durch die Würdigung von bürgerschaftlicher Initiative und Zivilcourage auch wichtige politische und gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig ins öffentliche Bewusstsein zu tragen. Themen und Preisträger, die sie gewählt hat, sind so zu einer »demokratischen Zeitansage« geworden.
Bewerbung / Teilnahmebedingungen
Bewerbung: Möglich 

Bewerbungsfrist: keine Angabe | Bewerbungssprache:deutsch

Wer wählt aus?
Vergabe durch: Stifter und Fachjury gemischt

Zusammensetzung:
Vorstand und Kuratorium

Mitglieder:
2009: Vorstand: Ludwig Theodor Heuss, Vorsitzender; Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stv. Vorsitzende, Michael Klett, Schatzmeister, Gabriele Müller-Trimbusch, Günther H. Oettinger, Christian Petry, Wolfgang Schuster, Beate Weber, Beatrice von Weizsäcker Kuratorium: Jutta Limbach, Vorsitzende; Reni Maltschew, stv. Vorsitzende; Carola von Braun, Ulrich Frank-Planitz, Hermann Freudenberg, Wolfgang Harder, Helmut Haussmann, Thomas Hertfelder, Ursula Heuss, Anetta Kahane, Rolf Kieser, Armin Knauer, Sabine Krüger, Jürgen Morlok, Cem Özdemir, Ulrike Poppe, Hermann Rudolph, Friedrich W. Schmahl, Gesine Schwan, Klaus von Trotha, Roger de Weck, Richard von Weizsäcker, Cornelius Winter, Elke Wollenschläger, Walther Zügel  

Geförderte/Geehrte
  • Christo
  • Daniel Cohn-Bendit
  • Wolfgang Edelstein
  • Ernst Ulrich von Weizsäcker
  • Berthold Leibinger (für vorbildliche Firmenkultur und für wichtige Beiträge zu Schaffung von Strukturen für eine «good global governance»)
  • Michael Otto
  • Aktion Zivilcourage e.V. (gemeinsam für konsequentes Eintreten gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit)
  • Karl-Willi Beck (Erster Bürgermeister von Wunsiedel)
  • Bürgerinitiative Wunsiedel ist bunt - nicht braun (gemeinsam für beispielhafte Zusammenarbeit bei der Lösung des Problems der national-sozialistischen Aufmärsche am Todestag von Rudolf Heß)
  • Hertener Bürgerstiftung (gemeinsam für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft in ihrer vom Strukturwandel schwer betroffenen Stadt)
  • Jörg Lutz (Bürgermeister der Gemeinde Grenzach-Wyhlen, gemeinsam mit den Projekten der Lokalen Agenda 21 für gemeinsame Bemühungen um einen lokalen Beitrag zur Nachhaltigkeit)
  • Uli Paetzel (Bürgermeister von Herten)
  • Markus Ulbig (Oberbürgermeister von Pirna)
  • Gerhart R. Baum (für persönlichen und politischen Einsatz für die Verteidigung der im Grundgesetz verankerten Freiheits- und Menschenrechte)
  • Mustafa Ceric (Großmufti von Bosnien und Herzegowina; für die Vermittlerrolle in der Krise zwischen Ost und West und im Verhältnis der Religionen)
  • Rita Süssmuth (für kämpferisches Engagement in den Bereichen Migration und Integration)
  • James D. Wolfensohn (ehemaliger Präsident der Weltbank für sein persönliches Engagement für die grundlegende Verbesserung der Lebensbedingungen der Roma in Europa)
  • Human Rights Watch New York (für den Einsatz zur Einhaltung der Menschenrechte)
  • Meinhard Miegel (Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn e.V.; für sein Engagement bei der Aufklärung, Beschreibung und Deutung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sachverhalte)
  • Klaus Töpfer (Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen -UNEP-, Nairobi; für die Verfechtung einer nachhaltigen Entwicklung von Umwelt und Gesellschaft im globalen Zusammenhang)
  • Krzysztof Michalski (Gründer und Rektor des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, Wien; Fragen des Zusammenlebens der Menschen in einem vereinigten Europa)
  • Andreas Schleicher (Leiter der Abteilung für Bildungsindikatoren und Analysen der OECD; für sein Engagement in der Bildungspolitik mit Hilfe der PISA-Studie)
  • Wolfgang Thierse (Präsident des Deutschen Bundestages; für sein beispielhaftes Engagement zur Stärkung unserer Demokratie als Staats- und Lebensform)
  • Wolf Lepenies (Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin)
  • Andrei Plesu (Leiter des «New Europe College» in Bukarest, europa- und demokratiepolitisches Engagement)

Finanzierung
Träger/Stifter:
Theodor Heuss Stiftung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur in Deutschland und Europa

Spartenzuordnung
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