"Mache wieder mal ’nen Holocaust…" (Song "0815")

Nach spekulativen Angriffen auf die Menschenwürde verhallt der ECHO

Bild

(ajw) Wirkungen und potenzielle Nebenwirkungen der zunehmenden Eventisierung und Marktorientierung von Kulturpreisen für deren Organisatoren, für ihre jeweilige Branche und letztlich auch für die Empfänger von Auszeichnungen waren hier schon öfter ein Thema. Die ECHO Pop-Verleihung 2018 an Kollegah und Farid Bang wäre ohne den schon im Voraus geschürten Medienhype zwar nicht unbemerkt, aber vielleicht doch ohne die skandalträchtige Beschädigung der Veranstalter und sogar einer ganzen Branche über die Bühne gegangen.

Beitrag lesen ... »

Ein neues "Gütesiegel des Bundes"…

BKM Sonderpreis "Kultur öffnet Welten"

Bild

Anlässlich der 2. Verleihung des Sonderpreises der Initiative "Kultur öffnet Welten", Ende April 2017 in Düsseldorf, antwortete Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters (BKM) auf Fragen von kulturpreise.de….

Beitrag lesen ... »

Medienecho: Kulturpreise als Indikatoren und Instrumente des Kulturbetriebs

Bild

Wie schon das zwischen 1978 und 2001 publizierte "Handbuch der Kulturpreise", wurde auch das 2009 mit Hilfe des BKM gestartete Nachfolgeportal www.kulturpreise.de rasch zu einer bundesweiten Instanz, wenn es um Transparenz und Orientierung im weiten Feld der Auszeichnungen, Wettbewerbe und anderer individueller Fördermaßnahmen im Kultur- und Medienbereich geht. Die Überfülle von sehr unterschiedlich gestalteten oder aussagekräftigen Webseiten und PR-Beiträgen zu diesem Thema hat daran nichts geändert, eher im Gegenteil: Neben Preis-Organisatoren und potenziellen Empfängern sowie Verbänden und Stiftungen schätzen gerade Journalisten und Wissenschaftler klare – und vor allem vergleichbare – Informationen und Register, wie sie in dieser Breite und Verfügbarkeit nur hier zu finden sind. Das führt dann immer wieder zu Presseberichten, Sendungen oder Weblinks, in denen www.kulturpreise.de als Quelle oder Hintergrund für eine Berichterstattung genutzt wird. Hier ein aktuelles Beispiel....

Beitrag lesen ... »

Award-Rituale: «And the winner is . . .»

Neue Zürcher Zeitung, 22.3.2016

Bild

(AJW) Aus vollen Rohren schiesst Ueli Bernays in seinem nach wie vor aktuellen NZZ-Beitrag auf die wachsende Zahl von Film-, Musik- und Medienawards. In "quasireligiös aufgeladenen" Ritualen würde einem meist schon bekannten Star oder Sternchen ein "Fetisch" überreicht, "den ihm eine «Akademie» – ein undurchsichtiges Gremium aus Branchen-Kollegen und halbseidenen Kultur-Verkäufern – zugeeignet hat"...

Beitrag lesen ... »

Und Konfuzius spricht: Leider geht das nicht…

Warum wir keine einmaligen Ausschreibungen veröffentlichen

Bild

(JE) Gerade schreibt uns das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen, dass man am 02. Mai 2016 das zehnjährige Jubiläum feiern wird und aus diesem Anlass mit Unterstützung des Amts für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg einen Künstlerwettbewerb zum Thema "Konfuzius" ausschreibt. Und dann natürlich: "Ist unsere Ausschreibung geeignet, in Ihre Datenbank aufgenommen zu werden?". Da wir wie Altmeister Konfuzius stets um Gleichmut und normalerweise auch um Harmonie bemüht sind, würden wir eigentlich gerne diesen und vielen anderen Wünschen nach einer Veröffentlichung auch einmaliger Ausschreibungen entsprechen. Gut konfuzianisch gedacht, könnte man da manches über die Vielfalt menschlichen Strebens lernen. So erhoffen sich der Geest-Verlag (Vechta) und das Emsland Moormuseum (Geeste) Lyrik und Kurzgeschichten für eine Anthologie rund ums Moor, die im Frühjahr 2016 erscheinen soll oder, schon vor einiger Zeit, das H-TEAM (München) zum 5-jährigen Jubiläum der Veranstaltungsreihe "Soziales trifft Kunst und Kultur" Beiträge für ihren Künstler-Wettbewerb...

Beitrag lesen ... »

Warum keine ausländischen Preise/Wettbewerbe?

Why are international awards/competitions absent?

Bild

(AJW) Solche Fragen erhalten wir inzwischen öfter von Nutzern dieses Portals, ebenso von Organisatoren kultureller Auszeichnungen. Da ist was dran: Künstler und andere Professionelle im Kultur- und Medienbereich nutzen zunehmend den "Europäischen Kulturraum". Viele klagen dann über die komplizierte Landschaft von Fördermöglichkeiten und Auszeichnungen, die durch die große Zahl institutioneller Webseiten mit ihren unterschiedlichen Formaten und Sprachen nicht wirklich transparenter wird.          Frequently, we receive questions such as the one above from users or organisers. Indeed: Artists and other culture and media professionals increasingly appreciate the "European cultural space" as their new work environment and there are many who deplore the complexity in the current European landscape of regular funding opportunities and competitions, which is not alleviated – often rather increased – through the large number of institutional websites and their differing information formats or languages. ....

Beitrag lesen ... »

Pop kommt von populär

Bild

(RW) Manchmal bringt der Nikolaus ungewöhnliche Geschenke: Am 6. Dezember 2012, zur Preisverleihung der 1LIVE Krone in der Bochumer Jahrhunderthalle, erschien u.a. "Kater", so der Deckname eines der Mitglieder des Moskauer Künstlerkollektivs Pussy Riot, um den diesjährigen Sonderpreis entgegen zu nehmen.

Beitrag lesen ... »

Adorno-Preis an eine "antisemitische" Jüdin?

Bild

(Vorläufige) Bestandsaufnahme eines Konflikts von Johannes Euler

Schon vor einigen Monaten hatte das Kuratorium des mit 50.000 Euro dotierten Theodor-W.-Adorno-Preises unter Vorsitz des Frankfurter Kulturdezernenten Professor Felix Semmelroth die neue Preisträgerin, die bekannte amerikanische Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Judith Butler, zur Preisträgerin des Jahres 2012 gewählt. Am 11. September, dem Geburtstag Theodor W. Adornos, wurde die Autorin dann, begleitet von Protesten, für ihre einflussreichen Schriften zur politischen Theorie, zur Moralphilosophie und zur Geschlechterforschung in der Paulskirche geehrt.

Beitrag lesen ... »

Johannes Gillhoff noch einmal lesen…

Bild

Jürgen Rogge verzichtet auf den Johannes-Gillhoff-Preis 2012 für niederdeutsche Literatur, vergeben in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern). Eine Nachricht, die auch die F.A.Z, der NDR, Focus Online und der Börsenverein des deutschen Buchhandels als so bedeutsam erachteten, dass sie darüber berichteten. Preise sind offenbar inzwischen so wichtig für das Funktionieren des Kulturbetriebs, dass schon kleine Abweichungen von gängigen politischen Spielregeln ungewohnte Aufmerksamkeit finden können…

Bürgermeister Reinhard Mach aus Ludwigslust äußerte sich bei dpa erleichtert über die Entscheidung Rogges. Dadurch, so meinte er, könne Schaden von der Johannes-Gillhoff-Gesellschaft abgewendet werden. Zuvor hatte es massive Kritik an der Auswahl des Preisträgers gegeben, der die Auszeichnung dieser Vereinigung am 16. Juni im Ortsteil Glaisin erhalten sollte, dem Geburtsort des niederdeutschen Dichters Johannes Gillhoff (1861-1930). Gillhoff hatte mit Werken wie dem Auswanderer-Roman "Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer" (1917) Erfolge bei seinen Lesern erzielt.

Beitrag lesen ... »

Heine-Preis II: Peter Kern endgültig ausgebootet - aber nicht stumm!

Bild

Heinrich Heine hätte vielleicht ein Spottgedicht darüber geschrieben: Am 24. Mai tagte der Rat der Stadt Düsseldorf. Dabei wurde auf Antrag der CDU und der FDP erneut eine Satzungsänderung zur Vergabe des Preises beschlossen. Die Freie Wählergemeinschaft, die den österreichischen Schauspieler, Regisseur und Autor Peter Kern als Jurymitglied vorgeschlagen hatte, wurde das Vorschlagsrecht per Ratsbeschluss verweigert, das ihr CDU und FDP aus taktischen Gründen vor Wochen noch zugestanden hatten.

Beitrag lesen ... »

1 | 2 | 3 | next Page

Bild

Dr. Rafał Dutkiewicz (Stadtpräsident von Breslau/Wrocław) wurde in Berlin der Deutsche Nationalpreis verliehen mehr


Bild

Hubert Winkels, Literaturkritiker und Juror, zur Frage der "Kanon"-Bildung durch Preise  mehr


Bild

Zum Villa Romana Preis, seiner Geschichte und seiner Bedeutung für die internationale Kunstszene mehr


Bild

1852 wurde in Berlin der Schinkel-Wettbewerb ins Leben gerufen mehr


Bild

Wie kommt man ins Handbuch der Kulturpreise? mehr